Geocache eingraben: Ja oder Nein oder gibt es eine Grauzone?

Die Schweigende Mehrheit nimmt sich heute Abend in ihrem Podcast auch dem Thema der verbuddelten Geocaches an und hat Hausaufgabe – verbuddeln oder nicht verbuddeln verbloggt.

Da diese Frage immer mal wieder aufkocht, möchte ich den Beitrag von D-Buddi als Anlass nehmen das Thema weiter zu spinnen.

Was war konkret passiert? Ein Cache in der Nähe von Norderney GC57KQJ wurde verbuddelt, ein Geocacher störte sich daran, meldete dies einem Reviewer der das Listing sofort archiviert hat. Musste es zur Zwangsarchivierung kommen oder hätte es einen Spielraum für den Reviewer / Cache-Owner gegeben?

Zuerst muss man die Spielregeln befragen die Groundspeak aufgestellt hat und in diesen Spielregeln steht

I. VERSTECK-Richtlinien: Die Richtlinien für das Verstecken von Geocaches, die den Ort eines gegenständlichen Geocaches betreffen.[Übersetztes Zitat] „Denke darüber nach, warum Du Leute an einen Ort führst, wenn Du einen Geocache versteckst. Wenn der Geocache der einzige Grund ist, finde einen besseren Ort.“ – briansnat [Original: „When you go to hide a geocache, think of the reason you are bringing people to that spot. If the only reason is for the geocache, then find a better spot.“ – briansnat]

3.Geocaches sind nie vergraben; weder ganz, noch teilweise.
Wenn man ein Loch in den Boden graben oder es anderweitig herstellen muss, um einen Geocache zu platzieren oder zu finden, ist das nicht zulässig.

Quelle: https://www.geocaching.com/about/guidelines.aspx

Aber warum darf ein Geocache nicht vergraben werden? Zum einen ist sicherlich die amerikanische Rechtssprechung nicht ganz unbeteiligt daran, denn schnell sind bei einer Anklage für was auch immer Millionen an Dollar fällig. Der Hauptgrund liegt aber bestimmt darin begründet, dass wir Geocacher (und somit auch die Firma Groundspeak) uns sowieso ständig auf Kollisionskurs mit Jäger, Förster und Landwirt befinden. Zwar macht einem Wald ein gegrabenes Loch mit einer Plastikdose darin genauso wenig aus wie ein eingeschlagener Nagel; dadurch wird weder das Ökosystem zerstört noch stirbt eine Tierart aus. ABER der Waldboden gehört einer Person die diesen Eingriff als Sachbeschädigung deuten könnte…

So viel zur grauen Theorie; wie sieht es in der Praxis aus? Logisch, keine Sau kaum jemand kümmert sich um diese Spielregel! Ich muss gestehen, dass ich zwar nie einen Geocache vergraben werde, wenn ich aber einen vergrabenen finde, so logge ich den Fund und umschreibe dass er eingegraben ist, denn ich bin kein Hilfssheriff. Und ganz sicher schreibe ich weder Groundspeak noch den Reviewer an um diese Verfehlung zu melden. Aber warum nicht, denn die Spielregel sagt ja was anderes? An dieser Stelle muss ich sagen, dass ich die vergrabenen Geocaches oft als so toll ansehe, dass mir der Gedanke an eine Archivierung nicht kommt, denn es sollen sich auch nachfolgende Geocacher über diese Dose freuen; auch wenn ich hierzu die Spielregel etwas sehr stark dehnen muss. Wie eine sehr starke Dehnung der Regel aussehen könnte möchte ich anhand einiger Beispiel aufzeigen.

Wurde das Loch unter dem Beton gegraben oder entstand es „von selbst“?

Handelt es sich hierbei um einen selbst eingegrabenen Deko-Hydranten oder ist der Hydrant echt? Wenn er echt ist, darf dann überhaupt ein Geocache hinein?

War dieses Loch zufällig in der richtigen Grösse dort?

 

Dass jemand „sowas“ nur für einen Geocache einbaut, kann ich mir nicht wirklich vorstellen.

Wurde die schwarze „Cache-Umverpackung“ einfach nur in den Boden getrieben oder wurde ein natürliches Loch ausgenutzt und dann zum Schutze von Umverpackung und Boden wieder zugeschüttet?

 Dieser klein Frosch bewacht ein HT-Rohr im Boden. Dass dieses HT-Rohr nicht dort gewachsen ist, ist bestimmt allen klar, aber stört so ein kleines Rohr wirklich und wer kann dem Frosch in die Augen schauen und sagen „Dich lasse ich Archivieren“ 🙂

 

Allerdings kommt es – aus welchen Gründen auch immer – hie und da zu Rivalitäten und Feindschaften unter einzelnen Geocachern und dann werden die von der Community tolerierten Spielregel-Verletzungen gemeldet. Das kann dann wie im vorliegenden Fall dazu führen, dass ein Geocache nach 1,5 Jahren zwangsarchiviert wird. Ja, ich höre den Sack Reis in China ebenfalls umfallen 😉

Wo kein Kläger da kein Richter und ich bin der festen Überzeugung, dass auch cachende Reviewer bei gut gemachten eingegrabenen Geocaches alle Augen zudrücken. Jedoch muss jeder Owner wissen, dass er/sie beim Auslegen eines Geocaches den Spielregeln (Guidelines) von Groundspeak zustimmen muss und darin ist das Eingraben nunmal ausdrücklich verboten. Somit darf niemand einen Reviewer verteufeln, nur weil er/sie die Spielregeln von Groundspeak durchsetzen muss. Mein Tipp: Knipst zuvor ein Bild auf dem das Loch zu erkennen ist das natürlich so schon immer da war und dann wie ihr den Geocache darin plaziert und das Loch wieder verschliesst. So könnt ihr im Falle des Falles vielleicht mit etwas mehr Kulanz rechnen.













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2 Antworten zu Geocache eingraben: Ja oder Nein oder gibt es eine Grauzone?

  1. Pingback: CF039 – LeeniAusDerReserve – CacHeFreQueNz

  2. Jörg B. schreibt:

    …nur weil dort auch das mit dem „unkritischen Nagel im Baum“ auftaucht im Text, hier was zum Lesen, Nachdenken und Alternativen:
    (Stichworte: Eindringstelle für Krankheitserreger bzw. das Sägewerk „freut“ sich)

    Bitte lesen:

    http://www.spike05.de/schrauben-und-naegel-muessen-nicht-sein/

    http://blog.clanfamily.de/geocacher-naegel-im-baum-die-alternative/

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